LEADERSHIP DEVELOPMENT

Project Description

FÜHREN IM DIALOG

von Stefan Sillmann, Executive Coach

Seit über 10 Jahren beobachte und begleite ich die Entwicklung von Führungskräften in den verschiedensten Unternehmen und Branchen ganz bewusst. Natürlich habe ich auch meine eigenen Erfahrungen aus meiner Vergangenheit als Angestellter in verschiedenen Banken und als Führungskraft im eigenen Unternehmen. So kann ich verschiedene Blickwinkel einnehmen und das Thema umfassend beleuchten.

 

Fast jede Woche sitze ich mit Führungskräften zusammen und coache sie im Hinblick auf ihre persönliche Entwicklung oder im Zusammenhang mit dem Umgang mit ihren Mitarbeitern. Manchmal trainiere ich sie auch in speziellen Skills. Nämlich dann, wenn sie festgestellt haben, dass ihnen eine bestimmte Fähigkeit fehlt, um besser und zielgerichteter führen zu können.

 

Das Erschreckende. Trotz umfangreicher Inhouse-Trainings-Programme, Führungs-Leitbilder und Wertediskussionen auf den verschiedenen Führungsebenen, wissen die meisten Führungskräfte gar nicht, was sie da tun! Fachlich top ausgebildet, ausgestattet mit Titeln und Zertifikaten, so dass sie ihre eigene Bürowand tapezieren könnten, fehlen immer noch ein paar wesentliche Dinge, um erfolgreich ein Team zu führen.

 

Ich werde hier den englischen Begriff ‚Leader’ verwenden, denn er drückt am besten aus, was eine erfolgreiche Führungskraft ausmacht. Hier die Top 5 der erfolgreichsten Eigenschaften und Fähigkeiten für erfolgreiche Leader.

 

Selbstreflexion. Die Fähigkeit sich selbst und sein eigenes Verhalten hinterfragen zu können ist die Grundlage für alles. Schon die alten Griechen wussten das, denn über dem Eingang zum Orakel von Delphi erscheint die Inschrift: „Erkenne Dich selbst“. Der Sage nach wurde dem Besucher die Wahrheit nur zu Teil, wenn er selbst ‚gereinigt’ und klar vor das Orakel tritt.

 

Selbsterkenntnis. Erst wenn der Besucher sich seines Selbst sicher war, konnte er die Wahrheit empfangen. Übertragen auf die moderne Zeit bedeutet das die Fähigkeit, Kritik annehmen zu können. Und das gelingt nur, wenn man über ein ordentliches Maß an Selbstbewusstsein verfügt. Dieses wiederum ergibt sich aus der Selbstsicherheit und dem dazugehörigen Selbstwert. Bei so viel Selbst wird einem ganz schwindelig, oder? Stimmt, die Arbeit mit und an sich selbst gehört genau deshalb zu den größten Herausforderungen unseres Lebens. Warum? Weil wir dazu tendieren, viel lieber im Außen zu suchen, was uns nicht gefällt und deshalb geändert werden sollte (‚die Anderen’), statt bei uns selbst.

 

Selbststeuerung. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Doch was genau soll denn besser werden? Die meisten antworten mir auf diese Frage... mit einem fragenden Blick. Sie wissen nur, dass sie unzufrieden sind und dass dieser Zustand unbefriedigend ist. Ach was. Das Ziel wäre dann wohl die Zufriedenheit, richtig? Und zwischen der Zufriedenheit und der Unzufriedenheit liegt ein Abgrund (oder Hürde, je nach Blickwinkel), den nennen wir Veränderung! Sich selbst zu steuern bedeutet, sein Denken und Handeln in Richtung der persönlichen Ziele zu steuern. Und in der Regel bedeutet es auch, anders zu denken und zu handeln als bisher, sonst wäre man ja nicht unzufrieden. Man kann natürlich auch alles so lassen wie es ist, dann heißt es aber auch nicht mehr zu klagen oder jammern, sondern einfach nur... Fresse halten.

 

Empathie. So, das ist es endlich dieses Wort, welches wir üblicherweise auch in Leitbildern finden. Was bedeutet es denn nun wirklich? Die meisten würden sagen: ‚sich einfühlen können in andere Menschen’. Richtig, und was heißt es genau? Dazu muss man sich die Frage stellen, warum will ich mich denn überhaupt einfühlen in den Anderen? Um ihm zu helfen? Um heraus zu finden, wie es ihm/ihr geht? Um sein/ihr Leid oder Glück nachvollziehen zu können? Ok, ich unterstelle mal die besten Absichten, wir wollen der anderen Person wirklich helfen. Hilft es ihr dann, wenn ich mit fühle? Stellen Sie sich vor, Ihr Mitarbeiter kommt zu Ihnen als FK (Führungskraft) und klagt Ihnen sein Leid. Wie schlimm alles geworden ist, wie oft seine Kinder krank sind, wie sehr die Kosten steigen, etc. Da Sie empathisch sind fühlen Sie mit ihm, ja Sie bekommen schon fast ein ‚schlechtes Gewissen’, dass es Ihnen nicht genauso schlecht geht. Sie fühlen sich vielleicht sogar verantwortlich für ihn? Er hat sein Ziel erreicht, Sie machen sich jetzt seine Gedanken, nämlich wie Sie ihm helfen können. Er hat die Verantwortung mal ganz schnell auf Sie übertragen. Sie meinen, das passiert Ihnen nicht? Doch, jeden Tag! Empathisch zu sein, bedeutet dem Anderen zuhören zu können, ohne sich emotional reinziehen zu lassen. Statt dessen dissoziiert zu bleiben und nachzufragen. Gute Fragen zu stellen, die dafür sorgen, dass der Mitarbeiter selbst über seine Probleme und möglichen Lösungen nachdenkt. Sobald Sie einen Vorschlag für eine Lösung machen, übernehmen Sie in gewisser Form auch die Verantwortung für Ihre Lösung. Falscher Hut! Empathische FK (Leader) fühlen sich ein (statt mit) und bringen Ihre Mitarbeiter durch gezielte Fragen in deren Kraft. Das nennen wir Empowerment!

 

Visionär. Die Aufgabe eines Leaders ist es, seine Mitarbeiter zu fordern und zu fördern im Sinne des Großen und Ganzen. Er ist nicht grundsätzlich ein Problemlöser, sondern viel häufiger der Verursacher von Problemen und neuen Herausforderungen. Er führt seine Kolleginnen und Kollegen an ihre Grenzen und manchmal auch darüber hinaus. Das setzt natürlich voraus, dass er als empathischer Mensch sich von Anfang an mit den Stärken und Schwächen seines Teams und dessen Mitglieder auseinander gesetzt hat. Er weiß genau, wen er wie, wo und wann zu ‚packen’ hat, um ihn oder sie in ihre Kraft zu bringen. Er weiß genau, wo er mit seinem Team hin will und bedient sich der verschiedensten Mittel in der Führung. Einmal übt er Druck aus und treibt an, manchmal schwingt er die ‚Peitsche’, häufig gibt es Streicheleinheiten. Er spart nicht mit Lob und Anerkennung. Er sorgt dafür, dass seine Mitarbeiter immer besser werden und wächst mit seinem Team. Wenn etwas nicht funktioniert schaut er zuerst auf sich selbst. Bei Erfolgen schaut er zuerst auf sein Team. Durch seine visionäre Haltung hält er auch sein Team in Bewegung. Er sorgt für Anspannung und Entspannung und bindet seine Mitarbeiter in seine Überlegungen mit ein. Er trifft Entscheidungen, die dem großen Ziel dienen und sein Team weiter bringen. Sein Team hat die Entscheidungsfindung so vorbereitet, dass er nur noch ‚Nicken’ muss.

 

Das Projekt, eine ganze Führungsmannschaft auf diesen Stand zu bringen dauert etwa 12 Monate. Sie auf diesem Stand zu halten ist ein ‚Ongoing Process’. Als Management Berater und Coach bin ich derjenige, der manchmal als Berater, als Sparringspartner, als Trainer, als Lehrer, als Mentor oder als Coach fungiert. Ich spreche an was ich sehe und lege auch den Finger auf, und wenn es sein muss auch in die Wunde.

 

Unsere Kunden vertrauen uns genau deshalb, wir sagen was wir denken und was dem Ziel dient. Und das ist nicht unbedingt das, was die Unternehmenslenker gerne hören...

 

 

Project Detail

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