CORPORATE CULTURE

Project Description

 

FÜHRUNGSLEITBILD

Erst kürzlich habe ich in einem Gespräch mit einem Banker ganz stolz das Führungsleitbild seines Finanzinstituts präsentiert bekommen. Nett aufgemacht, auf einer kleinen Din A6 Karte. Durchaus hochwertig, farbig und ansprechend.

Nachdem wir uns die Werte gemeinsam angeschaut hatten, holte ich meinerseits eine kleine Faltkarte heraus, die ich von einem anderen Finanzinstitut als Geschenk bekommen hatte. Auch auf dieser waren die wichtigsten Firmenwerte nett aufbereitet dargelegt.

 

Sie glauben nicht, wie groß die Verwunderung meines Gesprächspartners war, als er feststellen musste, wie ähnlich die beiden Leitbilder waren. Auf meine nächste Frage hin, was denn die einzelnen Begriffe für ihn persönlich bedeuten, folgte zunächst ein betretenes Schweigen. Erst nach einigen holprigen Versuchen konnte er sich zu einer mehr als vagen Erklärung durchringen.

 

Ein bekanntes Phänomen. Die Eingangsbereiche vieler Unternehmen hängen voll mit tollen Sätzen und Leitbildern, die sowohl den eigenen Angestellten als auch den Besuchern eine ‚heile und intakte Welt’ suggerieren sollen. Fragt man jedoch ein wenig nach, können die Wenigsten erklären, was damit gemeint ist. Oftmals haben sie es sogar einfach vergessen. Gelebt werden sie jedenfalls nicht.

 

Die Umsetzung der Unternehmens Leitbilder in den Alltag, scheitert in der Regel an 3 Punkten:

 

  1. Niemand weiß so wirklich woran man den Erfolg messen kann
  2. Niemand übernimmt richtige Verantwortung für die Umsetzung
  3. Es gibt keine Konsequenzen wenn die Werte nicht gelebt werden

 

Die Folge davon ist offensichtlich. Nicht gelebte Werte führen bei den Betroffenen dazu, dass „wieder einmal eine Sau durchs Dorf getrieben wurde“, ohne erkennbares Ergebnis. Also macht sich eine gewisse Müdigkeit bzw. Resignation breit.

 

Sollte mal wieder einer auf die Idee kommen, den nicht vorhandenen Spirit im Unternehmen mit einer Wertediskussion anzufachen, machen wir einfach die Schublade auf, holen die nette Karte vom letzten Mal raus und wissen jetzt schon: „funktioniert eh nicht“.

 

Es ist schon fast schizophren, bedenkt man den Gemütszustand oder die schlechte Stimmung der Mitarbeiter im Unternehmen einerseits und den fehlenden Wunsch nach Veränderung andererseits. Stattdessen schaut man ‚nach oben’, in der Hoffnung, dass es eine Art Segen oder Erleuchtung oder was auch immer regnet. Übrigens auch auf der Vorstandsetage.

 

Erfolgreiche Unternehmen mit einem guten Spirit und entsprechender Anziehungskraft (für Mitarbeiter und Kunden) haben es mehrfach bewiesen, was sie dahin geführt hat, wo sie stehen. Hier ein Ausschnitt unserer Erfahrungen und Beobachtungen.

 

Bewusstsein. Jeder einzelne Mitarbeiter hat das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Jeder einzelne Mitarbeiter leistet ‚seinen’ Beitrag zum großen Ganzen. Alle geben einfach nur ihr Bestes, weil sie es wollen. Dieses Bewusstsein steht über allen Hierarchien.

 

Verantwortung. Jeder einzelne Mitarbeiter übernimmt Verantwortung. Für sich selbst, seine Arbeit und seine Ergebnisse. Das bedeutet ein hohes Maß an Selbstbewusstsein und Eigenmotivation. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbststeuerung.

 

Konsequenz. Alle arbeiten an einem Ziel im Sinne des großen Ganzen. Die Kommunikation ist konstruktiv-kritisch und vor allem ziel- und lösungsorientiert. Fehler werden dazu genutzt, Verbesserungsmöglichkeiten und Lernchancen zu identifizieren. Der insgesamt positiv-konstruktive Spirit überträgt sich nach außen und macht das Unternehmen ‚sexy’.

 

Die Umsetzung dieses Projektes erfolgt in 6 Stufen und dauert zwischen 3 und 9 Monaten, bei größeren Unternehmen auch 12 – 15 Monate. Manchmal auch schneller, bei entsprechender Konsequenz.

 

Project Detail

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